„Soldaten mit Herz“-Weihnachtsaktion 2021: „Schützenhilfe“ für das Christkind

Heuer hat Korporal John Patrick Platzer, Präsident des gemeinnützigen Vereines „Soldaten mit Herz“, das ganze Jahr über Spendenaktionen für bedürftige Kinder und Jugendliche sowie in Not geratene Familien ins Leben gerufen und Spendenaufrufe von Hilfsorganisationen unterstützt. Die Corona-Pandemie ist belastend für alle, aber vor allem die Kinder und Jugendlichen leiden umso mehr an den damit verbundenen Einschränkungen. Viele haben dadurch ihre Arbeit verloren, können sich oft nicht mal mehr regelmäßige Mahlzeiten für ihre Familie leisten und für die Kinder bleiben Weihnachtsgeschenke meist nur Wünsche. Daher wurde zur Weihnachtsaktion „Schützenhilfe fürs Christkind“ aufgerufen.

„Es geht um Gemeinschaftssinn“

Erst vor zwei Wochen besuchte Platzer, als „Soldaten mit Herz“-Nikolaus mit vielen Geschenksackerln das SOS-Kinderdorf in Moosburg, nun half er mit seinen Kameraden dem Christkind. Begeistert und dankbar über die Aktion der Soldaten nahm der pädagogische Leiter, Daniel Weissenbrunner-Leutgeb, die liebevoll verpackten Weihnachtspakete in Empfang: „Für unsere Kinder hat Weihnachten eine besondere Bedeutung. Es geht nicht nur um Geschenke, sondern auch um Gemeinschaftssinn und Zusammengehörigkeitsgefühl. Im Namen der Kinder unserer Einrichtung möchte ich mich ganz herzlich bei den ‚Soldaten mit Herz‘ und ihrem Präsidenten Platzer für dieses persönliche Engagement bedanken.“

Österreichweite Mission: „Schützenhilfe fürs Christkind“

Pokémon-Plüschtiere, Puzzles, Malhefte und Malsets, Weihnachtsmützen aber auch eine Spielkonsole mit Spielen sowie ein Laptop für die Ausbildung einer 16-Jährigen zählten zu den besonderen Weihnachtswünschen, die von den „Soldaten mit Herz“ fürs Christkind übernommen wurden. Gesammelt wurde dabei österreichweit von Kameraden und Freunden unter anderem in Tirol (Wörgl), Wien (Chargengesellschaft), Steiermark (1. Assistenzkompanie in Strass) und Kärnten (Militärkommando, Jägerbataillon 25 und Cafeteria der Khevenhüller-Kaserne in Klagenfurt).

Der engagierte Milizsoldat Platzer ist auch Landesobmann der österreichischen Chargengesellschaft in Kärnten. So steht für den 33-jährigen Informationsoffizier des Militärkommandos Kärnten eine starke hilfsbereite Basis zur Verfügung, aus der sich auch positive Synergieeffekte für die Hilfsaktion der „Soldaten mit Herz“ ergeben haben. Und so war es möglich, mehr als 230 Wünsche von den insgesamt über 130 Kindern und Jugendlichen die in den verschiedensten sozialen Einrichtungen wohnen, im Rahmen der Weihnachtsaktion „Schützenhilfe fürs Christkind“, zu erfüllen.

Auch junge Obdachlose wurden beschenkt

Für obdachlose Menschen ist der Winter die härteste Zeit im Jahr. Umso herausfordernder ist es, wenn man schon in jungen Jahren kein Dach über dem Kopf hat. Insgesamt wurden zwölf Winterpakete mit einem Gesamtwert von über 850 Euro der Jugendnotschlafstelle „Juno“ in Klagenfurt überreicht, der sozialpädagogischen Wohngemeinschaft für Kinder und Jugendliche „Contraste“ in Villach wurden ein Christbaum und Geschenke gespendet.

Die „Soldaten mit Herz“ haben heuer zur Weihnachtszeit bewiesen, dass ihr Herz für in Not geratene Kinder und Jugendliche äußerst groß ist.

Erste Teilmobilmachung der Miliz jährt sich

Am 04. Mai 2020, erfolgte die erste Teilmobilmachung in der Geschichte der Zweiten Republik. 1.400 Milizsoldatinnen und -soldaten rückten bei 13 Jägerkompanien ein, um den Covid-19-Einsatz in ganz Österreich zu unterstützen. Um die Durchhaltefähigkeit der Soldaten und Soldatinnen sicherzustellen, unterzeichnete Klaudia Tanner als erste Verteidigungsministerin Österreichs am 3. April 2020 die Einsatzverfügung zur ersten Teilmobilisierung der Miliz. Anlässlich des Jahrestages übergab die Bundesministerin dieses historisch bedeutsame Dokument dem Leiter des Heeresgeschichtlichen Museums, Dr. Christian Ortner. Das Schriftstück ist für die Militärgeschichte Österreichs von großer Bedeutung und erhält nun mit der Übergabe einen besonderen Platz.

„Vor genau einem Jahr habe ich als erste Verteidigungsministerin, erstmals in der Geschichte der Zweiten Republik die Miliz einberufen. Dieser historische Moment wird nun im Heeresgeschichtlichen Museum sichtbar sein. Ich freue mich sehr, dass dieses besondere Dokument ab heute für jede und jeden öffentlich zugänglich ist. Die Miliz konnte durch ihren Einsatz einmal mehr beweisen, dass sie der Garant für die Durchhaltefähigkeit des Bundesheeres ist“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Die Milizsoldaten und Milizsoldatinnen lösten ab Mitte Mai neben Berufssoldaten und Berufssoldatinnen auch rund 2.300 Grundwehrdiener ab, deren Präsenzdienst zuvor wegen den Herausforderungen im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie, um zwei Monate verlängert wurde. Damit wurde die Durchhaltefähigkeit des Bundesheeres sichergestellt. Insgesamt arbeiteten sie 1.325.000 Stunden um die Pandemie einzudämmen.

Ihre Aufgaben reichten vom Unterstützen der Massentestungen über „Contact-Tracing“ bis hin zu sicherheitspolizeilichen und gesundheitsbehördlichen Kontrollen an den Grenzen. Mit 31. Juli 2020 endete der Einsatzpräsenzdienst für die Miliz.

Neue Möglichkeiten nach erster Teilmobilmachung
Im Bereich des Grundwehrdienstes wurde das Modell „Mein Dienst für Österreich“ geschaffen. Wer nach dem Grundwehrdienst noch mehr für Österreich leisten möchte, kann sich bei diesem Modell zu einem dreimonatigen Inlandseinsatz an einem Ort seiner Wahl melden. Freiwillige erhalten im Assistenzeinsatz pro Monat etwa 3.000 Euro netto.

Auch ins Milizsystem wurde investiert. Mit dem 200 Millionen Euro Sonderinvest-Milizpaket konnten bereits die ersten, dringendsten Beschaffungen durchgeführt werden. Die Investitionen in Mobilität, Bewaffnung und Ausrüstung bringen eine deutliche Steigerung der materiellen Einsatzfähigkeit mit sich. Die Umsetzung aller Maßnahmen ist bis 2024 vorgesehen.

Foto: Bundesheer/Pusch