Feierlicher „Tag der Miliz“ in Güssing

Am Samstag, den 2. Oktober 2021, fand der „Tag der Miliz“ in Güssing statt. Zahlreiche Fest- und Ehrengäste aus Politik, Militär und namhaften Unternehmen gaben dem alljährlichen Treffen von Abordnungen der unterschiedlichen Milizverbände einen besonderen Rahmen. Auf der Festwiese von Güssing traten etwa 100 Soldaten des Milizstandes, eine Ehrenformation der Garde und die Gardemusik gemeinsam an, um besonders herausragende Soldaten der Miliz und Milizwerber ihre Anerkennung zu zeigen. Des Weiteren wurde der Wichtigkeit der Miliz und dem Erfahrungsgewinn für Militär und ziviler Wirtschaft großer Stellenwert gegeben.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Generalmajor Erwin Hameseder, der Milizbeauftragte des Bundesheeres, wiesen auf die Leistungen der Miliz und im Speziellen im Rahmen der erstmaligen Aufbietung der Miliz im Jahre 2020 für die Bekämpfung der Covid-19-Pandemie, hin.

Generalmajor Hameseder verlieh im Rahmen der Veranstaltung den Sonderpreis des Miliz-Beauftragten an die TÜV AUSTRIA Akademie GmbH für die Pionierarbeit bei der Realisierung des Projektes „Zertifizierung militärischer Fähigkeiten nach internationalen zivilen Normen“.

Landtagspräsidentin Verena Dunst, welche in Vertretung des Landeshauptmannes Hans Peter Doskozil anwesend war, zeichnete die besten drei Miliz-werbenden Verbände mit einer Auszeichnung aus; dabei gewann das Jägerbataillon 17 den ersten Platz. Gefolgt auf Platz zwei das Panzergrenadierbataillon 35 und auf Platz drei das Aufklärungs- und Artilleriebataillon 3. Die Landtagspräsidentin zeigte sich in ihren Worten dankbar für die harte Arbeit der Milizsoldaten im vergangenen Jahr und auch aktuell an der burgenländischen Grenze.

Verteidigungsministerin Tanner brachte ihren Dank und ihre Anerkennung in Form der Auszeichnung des besten Miliz-Einzelwerbers zum Ausdruck. Dabei handelt es sich um Offizierstellvertreter Harald Wonisch, der, wie die Sieger der Miliz-werbenden Verbände, aus dem Jägerbataillon 17 kommt. Des Weiteren zeichnete Klaudia Tanner CAVEO Safety Management & Dokumentation e.U. und den Wirtschaftsbund Wien mit dem Miliz-Award 2020 aus. Den begehrten Preis für das Jahr 2021 konnte sich die GREE GmbH sichern.

„Viele Einsätze des Bundesheeres wären ohne Miliz nur schwer möglich, zum Teil stellen Milizsoldaten dabei sogar den Großteil des Personals bei Auslandseinsätzen. Auch im Inland übernehmen Angehörige der Miliz Einsatzaufgaben, etwa bei Hilfseinsätzen. Ich bedanke mich bei allen Ausgezeichneten für ihr Engagement“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Milizsoldaten sind Männer und Frauen, die ihren Grundwehr- oder Ausbildungsdienst geleistet haben und in der Einsatzorganisation des Bundesheeres weiterhin eine Aufgabe wahrnehmen. Als Offiziere, Unteroffiziere oder auch als Mannschaften sind sie ein integraler Bestandteil des Wehrsystems.

Foto: Bundesheer/Carina KARLOVITS

Umfangreiche FFP2 Maskenspende für Jugendeinrichtungen in Vorarlberg

Die „Soldaten mit Herz“ unterzeichnen Partnerschafts-Urkunde mit dem Bludenzer kuk Husarenregiment Nr. 15 „Erzherzog Franz Salvator“, um soziale und humanitäre Projekte zu fördern – Dabei wurden 1.000 FFP2-Masken zur Weitergabe an Jugendeinrichtungen überreicht

Der gemeinnützige Verein „Soldaten mit Herz“ aus Krumpendorf und das karitative kuk Husarenregiment Nr. 15 „Erzherzog Franz Salvator“ aus Bludenz haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet,
um die bestehenden Verbindungen und freundschaftlichen Beziehungen durch eine offizielle Partnerschaft zu pflegen und weiter auszubauen. Ziel damit ist, einander bei sozialen Projekten in Kärnten sowie Vorarlberg unterstützend tätig zu sein. „Neben der Traditionspflege sind uns auch humanitäre Projekte ein Herzensanliegen. Da sich die Soldaten mit Herz österreichweit für notleidende Kinder und Jugendliche einsetzen, sind wir stolz und geehrt zugleich, dass diese bereits lange gelebte Verbundenheit nun auch formal auf ein neues Niveau gehoben wird“, freut sich Regimentskommandant Oberst Helmuth August Küng.

Im Rahmen der feierlichen Vertragsunterzeichnung hat John Patrick Platzer, Präsident der Soldaten mit Herz, 1.000 FFP2-Masken zur Weitergabe an Jugendeinrichtungen in und um Bludenz überreicht. „Masken stellen gerade in dieser kritischen Zeit eine Sicherheitsmaßnahme dar. Mit unserer Maskenspende wollen wir das Husarenregiment dabei unterstützen, einen aktiven Beitrag zur Gesundhaltung von Jugendlichen am Schulleben zu leisten“, so Platzer. Insbesondere jene, die sich aus unterschiedlichsten Gründen keine Maske leisten können, sollen mit der Maskenspende den nötigen Schutz gegen das Coronavirus bekommen. „Corona betrifft nicht nur einzelne, sondern uns alle. Mit dieser Spende aus Kärnten, beweisen die Soldaten mit Herz, dass ihre Hilfsbereitschaft keine Grenzen kennt. Danke dafür!“, so Küng abschließend.

Regimentskommandant Oberst Helmuth August Küng mit „Soldaten mit Herz“-Präsident John Patrick Platzer bei der Kooperationsunterzeichnung Foto: Soldaten mit Herz

Soldat mit Herz erhält Ritterschlag

„Der wohl emotionalste Moment in meinem Leben!“

Am Samstag, den 11. September, fanden im Renaissanceschloss Rosenburg in Niederösterreich besondere Feierlichkeiten des Sankt Stanislaus Ordens statt. 1765 als dynastischer Ritterorden gegründet, ist der Orden heute als karitativer Verein tätig. Die Gleichberechtigung aller Menschen sowie ein friedvolles Miteinander zählen zu den obersten Leitzielen des Sankt Stanislaus Ordens.

Unter der Anwesenheit ihrer Hoheiten Herta Margarete und Sandor Habsburg-Lothringen sowie weiteren zahlreichen internationalen Ehrengästen wurden durch den Großprior von Österreich und Großkanzler von Europa Dr. Alexander Graff de Pancsova neue Mitglieder in den Orden aufgenommen und bestehende Mitglieder für ihre hervorragenden Tätigkeiten ausgezeichnet.

Im Rahmen der Feierlichkeiten durfte sich auch ein Kärntner über den Ritterschlag freuen: John Patrick Platzer, der Präsident des gemeinnützigen Vereins „Soldaten mit Herz“, wurde für seine österreichweiten wohltätigen Aktionen ausgezeichnet.

Der 32-jährige Krumpendorfer gab sich kurz nach der Verleihung des Rittermantels demütig: „All meine Projekte haben die Hilfe und Unterstützung für notleidende Kinder und Jugendliche im Fokus. Ich danke allen Kameraden, die diesen steinigen Weg mit mir gehen. Dafür diese Anerkennung zu erhalten, sehe ich als Auftrag weiter zu machen.“

Insbesondere seine Exzellenz Harald M. Hauk, Prior von Niederösterreich, ist von Platzers Projekten schon seit Jahren begeistert und fand daher bei der Ordensverleihung in der alten Bibliothek der Rosenburg lobende Worte für ihn: „Adel verpflichtet, aber der adelige Mensch in der heutigen Zeit zeichnet sich dahingehend aus, dass er das Herz am rechten Fleck trägt, seine Augen nicht vor Not im eigenen Land verschließt und versucht dort zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Platzer war durch seine bisherigen Taten bereits ein adeliger Mensch. Von uns bekommt er nun seinen verdienten Ritterschlag und den Mantel der Verantwortung für sein weiteres Tun anvertraut.“

Foto: Kerstin Höfler

Der ehrenvollen Zeremonie konnte in Uniform oder Tracht beigewohnt werden. Platzer entschied sich für Kärntner Joppe mit geblumter Samtweste und das nicht nur aus Heimatverbundenheit: „Ich wollte unbedingt die rostrote Krawatte meines verstorbenen Opas tragen. Dadurch war nicht nur meine Familie, sondern auch mein ‚Opinowitsch‘ für mich in Herznähe spürbar mit dabei. Das war der wohl emotionalste Moment in meinem Leben.“

Foto: ÖKB Hollabrunn

3.000 Euro für Hochwasseropfer in Hallein

Soldaten mit Herz unterstützten mit Spenden aus Kärnten 

Eine Welle der Hilfsbereitschaft ist im schwer vom Hochwasser betroffenen Hallein angelaufen. Die Altstadt stand Mitte Juli zum großen Teil unter Wasser. Geschäfte, Wohnungen und Keller wurden überflutet, der Schaden geht in die Millionen. Bereits am Tag nach dem Hochwasser waren Feuerwehr, Bundesheer und hunderte Freiwillige mit Schaufel und Eimer ausgerüstet in die Stadt geeilt, um die schwer betroffene Bevölkerung bei den Aufräumungsarbeiten zu unterstützen. Die österreichische Chargengesellschaft mit Präsident Erhard Vrana und dem Salzburger Landesobmann Thomas Klaus riefen zu einer österreichweiten Spendenaktion auf. Auch aus Kärnten kam dafür viel Unterstützung. „Wir haben die tragischen Bilder von Kameraden aus Salzburg gesehen: das schlammige Wasser, die Zerstörung und die leidenden Menschen. Da auch viele Familien mit ihren Kindern betroffen sind, mussten wir einfach helfen“, betont John Patrick Platzer, Präsident des gemeinnützigen Vereins „Soldaten mit Herz“. 

Das Ergbenis kann sich sehen lassen. Gemeinsam mit der Militärpfarre Burgenland, den Mitgliedern der österreichischen Chargengesellschaft, Remax Premium Salzburg und privaten Spendern sowie dem Reinerlös eines Strassenfestes in der Björnstadstrasse in Hallein konnten insgesamt über € 3000.- gesammelt werden. Dieser Betrag kommt den betroffenen Altstadtbewohnern zugute. 

Sichtlich gerührt zeigte sich Halleins Bürgermeister Alexander Stangassinger: „Ich bedanke mich herzlich für diese Aktion. Die Einsatzkräfte in Hallein wurden schon von den Salzburger Pionieren unterstützt und dann kommen auch noch Spenden von Soldaten. Die Hilfsbereitschaft ist enorm!“ 

Überreicht wurde der Spendencheck von Thomas Klaus, Salzburgs Landesobmann der Chargengesellschaft: „Auch ich möchte mich nochmals bei allen Beteiligten herzlich bedanken – für so viel kameradschaftlichen Zusammenhalt und Menschlichkeit!“ 

Unterstützen können Sie weiterhin noch unter dem Spendenkonto: 

AT28 3502 2000 0501 7702 – „Spenden Hochwasser Hallein.“ 

Foto: OECHG/Klaus

Petri Heil: Soldaten mit Herz erfüllen Herzenswunsch eines jungen Nachwuchsfischers

André ist ein junger Bewohner vom SOS-Kinderdorf Moosburg und hat vor zwei Jahren seine Leidenschaft fürs Fischen entdeckt. Leider fehlt es ihm an der notwendigen Ausrüstung, um auch in den Abendstunden an den Moosburger Teichen gegen die kühlen Temperaturen am Wasser geschützt zu sein. Damit er weiterhin seinem Hobby nachgehen kann, hat sich seine Betreuerin Marlene Kohlweiß an den gemeinnützigen Verein „Soldaten mit Herz“ gewandt und um Unterstützung gebeten: „André lebt fürs Fischen, darum habe ich die Soldaten kontaktiert, weil sie für unsere Kinder und Jugendlichen immer ein offenes Ohr haben!“  

Innerhalb von zwei Wochen haben die Kameraden genug Spenden gesammelt. „Damit konnten wir Andrés Herzenswunsch erfüllen. Der neue hochwertige Anaconda-Schlafsack soll ihm nun beim Angeln eine wärmende Umarmung in kalten und rauen Zeiten sein“, erzählt John Patrick Platzer, Präsident der Soldaten mit Herz. Zudem wurden neben Anglerzubehör, wie Köderbeutel, Boilies und Wurfbleie, auch eine Kopfbedeckung, Thermowäsche, wärmende Crocs und ein Regenponcho besorgt. André war über die Artikel aus dem Anglergeschäft „Falle Fischertreff“ in Klagenfurt sichtlich gerührt und bedankte sich: „Ich freu mich einfach über alles und ich bin mir sicher, dass mir all die Geschenke auf jeden Fall viel Angler-Glück bringen werden. Petri Heil!“  

Mit einer Einladung für ein gemeinsames Fischen und einer Coaching-Einheit sorgte Andreas Lepuschitz, Vizepräsident der Soldaten mit Herz,  für ein weiteres Highlight der Spenden-Übergabe. Als erfahrener Angler gab er André abschließend noch sein Credo mit auf dem Weg: „Ein guter Angler hat Respekt vor Fisch und Natur. Und wenn mal Nix anbeißt – nicht aufgeben, sondern weitermachen! Das ist nicht nur fürs Fischen eine wichtige Lektion, sondern auch fürs Leben.“

„Soldaten mit Herz“ ermöglichen Kindern Erlebnistag am Bauernhof

Mit der bereits 8. Charity-Aktion des gemeinnützigen Vereins ist es diese Woche ins Olachgut zu einem spannenden Erlebnistag gekommen.

Nicht jedes Kind hat den familiären Rückhalt oder die finanziellen Mittel um seine Ferien aktiv zu gestalten. Oftmals sind Kurzurlaube für die Eltern beruflich nicht vereinbar bzw. nicht leistbar. „Genau hier haben wir angesetzt und 20 junge SOS-Kinderdorf Bewohner plus Betreuer Team auf einen abwechslungsreichen Erlebnistag ins Olachgut eingeladen! Denn jedes Kind verdient eine Chance auf erholsame und vorallem unvergessliche Ferienerlebnisse“, so John Patrick Platzer, Präsident der „Soldaten mit Herz“.

Der gemeinnützige Verein „Soldaten mit Herz“ hat gemeinsam mit dem Olachgut in der Gemeinde St. Georgen ob Murau je zehn Kinder aus den SOS-Kinderdörfern Graz und Moosburg zu einem kostenlosen Erlebnistag eingeladen. Olachgut-Besitzer Heimo Feiel hat dabei die Wichtigkeit von vom Austerbenden bedrohte Tierrassen betont:  „Neben der ganzen Action bei uns am Gelände, wie Bootsfahrten, Bogenschießen oder Reiten, war und ist es mir ein besonderes Anliegen Kindern die Artenvielfalt vom Bauernhof, wie dem Kärntner Brillenschaf oder der Steirischen Scheckenziege, greifbar nah erleben zu lassen. Wir danken den Soldaten für ihr Herzblut sich so sehr für Kinder einzusetzen. „

Als krönenden Abschluss haben die Soldaten den Kindern ein Goodiebag gefüllt mit nützlichen Schulutensilien überreicht, erzählt Soldaten-Vizepräsident Andreas Lepuschitz erfreut: „Damit wollen wir den Kleinen die Wichtigkeit von Bildung vermitteln. Zudem haben wir die Betreuer mit Ehrenmedaillen für ihre Leistungen, insbesondere während der Corona-Krise, geehrt. Menschen, die sich tagtäglich für in Not geratene Kinder und Jugendliche einsetzen, gehören einfach vor den Vorgang geholt. Wir danken damit allen Pädagogen für ihre Leistungen.“

Die Jugendpädagogin Simone Kuschnig freute sich insbesondere für ihre jungen Bewohner des SOS Kinderdorfs Moosburg über diesen Ausflug in ein anderes Bundesland:
„Ein Erlebnistag wie dieser bedeutet unseren Kindern sehr viel, da sie neue Eindrücke vom Bauernhof hautnah erleben konnten und Soldaten von einer anderen und zwar spielerischen Seite kennenlernen durften. Ich danke den Soldaten mit Herz, allen voran Präsident Platzer, für das herzliche Engagement für unsere Kinder!“

„Ich will hier gar nicht mehr weg“, -lautete das Fazit eines SOS-Kinderdorf Bewohners. „Das bestätigt uns in unserem Tun. Wir nehmen nun die getankte Kraft vom Helfen mit zur nächsten Aktion, denn die steht schon für Herbst in den Startlöchern. Es wird um den Schulanfang gehen“, erzählt Platzer stolz.

MILIZ ist MEHR-WERT!

Gastkommentar von Wachtmeister Christian Bayer, Schriftführer vom Milizverband Österreich

Jährlich wird am 9. Juni der „Tag der Miliz“ in Österreich gefeiert. Milizsoldaten gehen – wenn beruflich möglich – in der Uniform in die Arbeit. Sie zeigen damit, dass sie zu den über 30.000 Milizsoldatinnen und Milizsoldaten zählen, die als „strategische Reserve“ der Republik Österreich dienen. Milizsoldaten haben eine feste Verankerung in der Gesellschaft, üben unterschiedlichste Berufe aus und stellen ihre Kompetenz sowohl im zivilen als auch im militärischen Umfeld unter Beweis. Milizsoldaten sind Teamplayer und scheuen die Verantwortung nicht, sie bilden sich laufend weiter und halten sich damit einsatzbereit. Das ist Mehrwert für das Österreichische Bundesheer und das ist Mehrwert für den Arbeitgeber!

Mit der Kampagne zum „Tag der Miliz 2021“ hat der MILIZVERBAND ÖSTERREICH seine Mitglieder aufgerufen, ihre zivilen und militärischen Kompetenzen zu zeigen. Wir danken allen Milizsoldatinnen und Milizsoldaten fürs Mitmachen. Insbesonders herzlichen Dank an Korporal John Patrick PLATZER, der neben Beruf und Miliz auch noch im gemeinnützigen Bereich mit „Soldaten mit Herz“ eine wertvolle Initiative für die Gesellschaft leitet.

 Info:
„MILIZVERBAND ÖSTERREICH“ ist ein unabhängiger und überparteilicher Interessensverband aller Wehrpflichtigen des Miliz- und Reservestandes des Österreichischen Bundesheeres.
HP: www.milizverband.at

Spendenziel erreicht: „Soldaten mit Herz“ ermöglichen RAINBOWS-Trauerbegleitung

Seit drei Jahrzehnten kümmert sich Rainbows um Kinder, die nach einer Scheidung oder Trennung der Eltern oft rat- und hilfslos zurückbleiben. Österreichweit wurden in diesen 30 Jahren über 30.000 Kinder unterstützt.  Seit 2003 wird die Trauerbegleitung für Kinder angeboten, einzeln oder in der Familie. „Wir wollen den Kindern in dieser stürmischen Zeit Halt geben und ihnen in ihrer neuen Lebenssituation Perspektiven aufzeigen. Darum unterstützen wir die Arbeit von RAINBOWS-Kärnten mit unserer Spendenaktion“, erklärt John Patrick Platzer, Präsident von „Soldaten mit Herz“. In der mittlerweile siebten Spendenübergabe des gemeinnützigen Vereins wurden in vier Wochen 500 Euro für RAINBOWS gesammelt und somit das gesetzte Spendenziel erreicht. Damit wird nämliche die gesamte Trauerbegleitung einer einkommensschwachen Familie in Kärnten finanziert. „Hinterbliebenen fehlt es oft an Geld sich professionell helfen zu lassen, um mit der Trauer umgehen zu lernen. Die Soldaten mit Herz leisten damit einen wichtigen Beitrag, dass notleidende Kinder zu mehr Stabilität zurückfinden können. Dafür ein großes Danke“, betont Ulla Nettek, Landesleiterin Rainbows Kärnten.

RAINBOWS-Kärnten hat eine Angestellte und 25 nebenberufliche MitarbeiterInnen. Während die Rainbows-Gruppen immer auf neutralem Boden stattfinden, fahren die Trauerbegleiter oft in die Familien. Dabei wird bei der Bewältigung der Trauer und beim gemeinsamen Entwickeln von positiven Zukunftsperspektiven der betroffenen Kinder und Familien geholfen. „Soziale Organisationen wie RAINBOWS verdienen besonderes Augenmerk. Augenmerk auf Menschen, die trotz Corona und Abstandsregeln, die Nähe zu ihren Mitmenschen nie aufgaben, um rund um die Uhr für diejenigen da zu sein, die Hilfe und Unterstützung, Nähe, Geborgenheit und Wärme brauchten und brauchen. Das verdient große Anerkennung“, schließt Platzer ab, der für die Mitarbeiter in diesem Zuge „Ehrenmedaillen“ für ihren Einsatz überreichte. Weiters gab es für die Kinder unter anderem noch Turnbeutel und Waterdrops, um sich bei den Gesprächen bei einem Getränk füreinander Zeit zu nehmen , sowie FFP2-Maskentaschen der Firma „M-Bag“ aus Fresach und Buntstifte aus heimischen Haselnuss-Holz.

Foto: Soldaten mit Herz/Nowak

Erste Teilmobilmachung der Miliz jährt sich

Am 04. Mai 2020, erfolgte die erste Teilmobilmachung in der Geschichte der Zweiten Republik. 1.400 Milizsoldatinnen und -soldaten rückten bei 13 Jägerkompanien ein, um den Covid-19-Einsatz in ganz Österreich zu unterstützen. Um die Durchhaltefähigkeit der Soldaten und Soldatinnen sicherzustellen, unterzeichnete Klaudia Tanner als erste Verteidigungsministerin Österreichs am 3. April 2020 die Einsatzverfügung zur ersten Teilmobilisierung der Miliz. Anlässlich des Jahrestages übergab die Bundesministerin dieses historisch bedeutsame Dokument dem Leiter des Heeresgeschichtlichen Museums, Dr. Christian Ortner. Das Schriftstück ist für die Militärgeschichte Österreichs von großer Bedeutung und erhält nun mit der Übergabe einen besonderen Platz.

„Vor genau einem Jahr habe ich als erste Verteidigungsministerin, erstmals in der Geschichte der Zweiten Republik die Miliz einberufen. Dieser historische Moment wird nun im Heeresgeschichtlichen Museum sichtbar sein. Ich freue mich sehr, dass dieses besondere Dokument ab heute für jede und jeden öffentlich zugänglich ist. Die Miliz konnte durch ihren Einsatz einmal mehr beweisen, dass sie der Garant für die Durchhaltefähigkeit des Bundesheeres ist“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Die Milizsoldaten und Milizsoldatinnen lösten ab Mitte Mai neben Berufssoldaten und Berufssoldatinnen auch rund 2.300 Grundwehrdiener ab, deren Präsenzdienst zuvor wegen den Herausforderungen im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie, um zwei Monate verlängert wurde. Damit wurde die Durchhaltefähigkeit des Bundesheeres sichergestellt. Insgesamt arbeiteten sie 1.325.000 Stunden um die Pandemie einzudämmen.

Ihre Aufgaben reichten vom Unterstützen der Massentestungen über „Contact-Tracing“ bis hin zu sicherheitspolizeilichen und gesundheitsbehördlichen Kontrollen an den Grenzen. Mit 31. Juli 2020 endete der Einsatzpräsenzdienst für die Miliz.

Neue Möglichkeiten nach erster Teilmobilmachung
Im Bereich des Grundwehrdienstes wurde das Modell „Mein Dienst für Österreich“ geschaffen. Wer nach dem Grundwehrdienst noch mehr für Österreich leisten möchte, kann sich bei diesem Modell zu einem dreimonatigen Inlandseinsatz an einem Ort seiner Wahl melden. Freiwillige erhalten im Assistenzeinsatz pro Monat etwa 3.000 Euro netto.

Auch ins Milizsystem wurde investiert. Mit dem 200 Millionen Euro Sonderinvest-Milizpaket konnten bereits die ersten, dringendsten Beschaffungen durchgeführt werden. Die Investitionen in Mobilität, Bewaffnung und Ausrüstung bringen eine deutliche Steigerung der materiellen Einsatzfähigkeit mit sich. Die Umsetzung aller Maßnahmen ist bis 2024 vorgesehen.

Foto: Bundesheer/Pusch

Spendenaktion für RAINBOWS

Das letzte Jahr war für viele Familien mit enormen Druck verbunden. Für viele Paare endete die Kommunikation auf den Scheidungspapieren. Das Wohl der Kinder rückt komplett in den Hintergrund. „Manchmal denken Kinder, sie seien schuld daran, dass sich ihre Eltern scheiden lassen.

Wenn sich Eltern trennen, ist das jedoch immer eine Entscheidung auf der Paar-Ebene, sie trennen sich voneinander, aber nicht von den Kindern“, geben John Patrick Platzer, Präsident der Soldaten mit Herz, und David Hanzl, Schriftführer der Soldaten mit Herz, zu bedenken. „Wir wollen den Kindern in dieser stürmischen Zeit Halt geben und ihnen in ihrer neuen Lebenssituation Perspektiven aufzeigen.

Darum wollen wir die Arbeit von RAINBOWS-Kärnten unterstützen“, sind sich beide nach Gesprächen in Wien einig.

RAINBOWS entstand 1983 in den USA aus der Situation heraus, dass Kinder und Jugendliche nach einer Trennung/Scheidung ihrer Eltern keine Möglichkeit hatten, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. In Österreich gibt es RAINBOWS seit 1991. RAINBOWS-Kärnten hat eine Angestellte und 25 nebenberufliche MitarbeiterInnen für die Angebote „Gestärkt in die Zukunft“ und „Gestärkt aus der Trauer“.

In Kleingruppen wird mit spielerischen und kreativen Methoden gearbeitet. Geleitet werden die Gruppen von ausgebildeten Gruppenleitern. Vertrauen und Vertraulichkeit spielen dabei eine wesentliche Rolle. In den begleitenden Elterngesprächen erfahren Eltern, was sie in dieser schwierigen Zeit für ihre Kinder tun können. „Um Kinder und Jugendliche weiterhin professionell unterstützen zu können, werden wir einen Beitrag dazu leisten. Darum werden wir die Mitgliedbeiträge für die Spenden an RAINBOWS nutzen“, erklärt Schriftführer Hanzl.

Der Sitz von RAINBOWS-Kärnten ist im SOS-Kinderdorf Moosburg. Der Übergabetermin wurde auf den 21. Mai 2021 festgelegt – bis dahin kann für diese Aktion gespendet werden. „Unser Ziel ist klar definiert. Wir wollen mindestens 500 € übergeben. Ich vertraue meinen Soldaten mit Herz, dass wir dieses Ziel gemeinsam erreichen werden!“, schließt Präsident Platzer ab.

v.l.n.r: John Patrick Platzer (Präsident), David Hanzl (Schriftführer)